.vorurteile.


7 Antworten auf „.vorurteile.“


  1. 1 l00kas 01. August 2008 um 17:56 Uhr

    Nichts für ungut, aber warum steht „Kannibalen“ in Anführungszeichen? An ihnen gibt’s nichts schön zu reden und mit Hautfarbe hat das Wort erst recht nichts zu tun.

    Ansonsten ein sympathisches Eingeständnis. Solcherlei Vorurteile gibt es viele, gerade in linken Kreisen.

  2. 2 :t: 07. August 2008 um 19:09 Uhr

    .ahoi 100kas!
    .vielen dank für deine anmerkung.
    .alle worte, die im ersten panel in anführungszeichen stehen, sind rassismen, die ständig gebraucht werden. und an alle dem ist überhaupt nichts schön zu reden!
    .ich hoffe, das beantwortet deine frage, ich bin mir nicht sicher, ob ich sie richtig verstanden hab, da ich den (nicht-)bezug zur hautfarbe nicht nachvollziehen kann.
    .aber als anmerkung, die vielleicht hilfreich sein kann:
    .das „weisz“ bezeichnet das politische konstrukt „weisz“ und nicht irgendeine hautfarbe.
    .lieben grusz.
    :t:

  3. 3 l00kas 11. August 2008 um 19:35 Uhr

    Indem du implizit das Wort „Kannibale“ als rassistisch kennzeichnest, redest du Kannibalismus schön.
    Du reihst den Begriff in eine Aufzählung rassistischer Redewendungen und Stereotypen ein, die es sicher zu unterlassen gilt, und drückst damit aus, dass die Rede vom „Kannibalismus“ rassistisch sei, weil sie angeblich nur Schwarze meine.
    Es zwängt sich der Gedanke auf, dass an die Stelle von „Kannibalen“ – ebenso wie an die Stelle der anderen Wörte in Anführungszeichen – ein „politisch korrekterer“ Ausdruck treten soll, was für mich dem Versuch gleich kommt, barbarisches schön zu reden.

  4. 4 :t: 23. August 2008 um 1:56 Uhr

    .hey 100kas!
    .ich möchte überhaupt gar nix an „k“ „schön“ reden…
    .dasz ich „k“ als rassistisch bezeichne, bedeutet für mich nicht gleich, dasz es „nur“ rassistisch konnotiert ist. allerdings kenne ich mich nicht genug mit der genauen herkunft dieses begriffes aus, als dasz ich noch genaueres dazu sagen kann. leider habe ich mein nachschlagewerk zu dem thema auch gerade verliehen… („afrika und die deutsche sprache“ von susan arndt [ein ganz groszartiges buch!]
    .aber mit sicherheit kann ich sagen, dasz es (u.a.) rassistische inhalte wiedergibt.
    .ansonsten glaube ich, dasz wir da der gleichen meinung sind.

    .noch eine ergänzung zu den in anführungszeichen gesetzten begriffen: .ich möchte nicht, dasz die in anführungszeichen gesetzten wörter einfach durch andere ersetzt werden. das wäre nur eine scheinbare auflösung des rassismus. durch das auslassen einer auseinandersetzung mit den rassistischen inhalten von begriffen, kann das blosze ersetzen von einem begriff durch den nächsten keinen rassismus auflösen. die inhalte werden auch im „neuen“ begriff weiter transportiert und behalten so ihre wirkungsmacht bei.
    .nimm das beispiel „ethnie“, dasz den „rasse“-begriff ersetzten soll. leider wird hier nur ein buchstabensatz durch den nächsten ersetzt, der transportierte (rassistische) inhalt bleibt der gleiche.
    .sprich, das wort ist ein anderes, gemeint ist das gleiche.

  5. 5 l00kas 05. September 2008 um 16:05 Uhr

    Wenn ich statt „Hautfarbe“ „ocker“, statt „Mohr“ Schwarzer und statt „schwarzfahren“ „ohne Fahrkarte“ sage, transportiere ich aber gewiss nicht den gleichen rassistischen Inhalt. ; D
    Im Fall von schwammigem Gerede über „Ethnie“ oder „Rasse“ ist es so, dass die Begriffe auf rassistische Einteilungsmodelle gemünzt sind.
    Aber es ist ja nicht so, dass ein bloßer Gegenstand, allein durch den Umstand, dass er ein rassistisch konnotiertes Synonym trägt, rassistisch ist.

  6. 6 :t: 08. September 2008 um 11:04 Uhr

    .ich glaub, ich versteh dich nicht ganz…

    .ich möchte gar nicht, dasz begriffe einfach durch andere ersetzt werden, ich möchte, dasz die dahinter liegenden konstrukte dekonstruiert werden und damit eine auseinandersetzung erfolgt.

    .und wenn durch bezeichnungen rassismen weiter reproduziert und manifestiert werden, finde ich es total wichtig, die bezeichnungen nicht zu verwenden. dabei ist es meiner meinung nach total egal, ob der zu bezeichnete gegenstand an sich rassistisch ist oder nicht…
    .wenn ich das wort „hautfarbe“ verwende ist das noch nicht rassistisch, wenn ich es aber als farbbezeichnung für eine helle hautpigmentierung verwende setzte ich dadurch diese pigmentierung als norm und deklariere andere hautpigmentierungen, wie zum beispiel eine braune als abweichung davon. dadurch wird der begriff „hautfarbe“ erst rassistisch.

  7. 7 max 28. Januar 2009 um 11:53 Uhr

    toll. ich werde damit jetzt meinen vorurteilsbelasteten arbeitsplatz pflastern. :-)

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