.einmal que(e)r um die welt.



16 Antworten auf „.einmal que(e)r um die welt.“


  1. 1 .anthropophobix 22. Februar 2008 um 2:45 Uhr

    Wirklich klasse! Gefällt mir sehr. Deine Comics wirken sehr sympathisch : D

  2. 2 wie 22. Februar 2008 um 15:50 Uhr

    Ich verstehe nicht ganz wie die Vorurteile in den Bildern dargestellt sind :(

  3. 3 .anthropophobix 25. Februar 2008 um 1:58 Uhr

    Ich denke die einzelnen (dem jeweiligen Land zugeordneten) Panels zeigen „unseren“ Vorurteilen entgegengesetzte Bilder.

    # Homosexuelle in der Türkei, einem hauptsächlich islamisch bewohntem Land, das von vielen für unmoderner gehalten wird als es ist
    # Ein_e Streetart-Künstler_in in Israel, einem Land, das sowieso Zielscheibe aller möglicher Vorverurteilungen ist
    # Eine glückliche Kleinfamilie in Kolumbien, das Land, das als Bezugsquelle von Adoptivkindern für weisze Familien gilt
    # Ein Punk in Russland, von woher „uns“ autoritäre Verhältnisse und Fellmützen-tragende Babuschkas bekannt sind
    # Ein Rapper im Vietnam, wo eher Buschdörfer und Guerillas vermutet werden
    # Eine Farbige in Deutschland, das uns allen bekannt ist

    Soweit zumindest meine Interpretation, bzw. mir bekannte Vorurteile, mit denen gebrochen wird. Vielleicht sagt :t: ja auch etwas dazu : )

  4. 4 :t: 27. Februar 2008 um 4:08 Uhr

    .ahoi!
    .ich habe versucht, in diesem comic menschen/dinge/aktivitäten darzustellen, die viele menschen nicht in dem jeweiligen land erwarten würden.
    .damit möchte ich genau denjenigen auf die füsze tappen, die tatsächlich meinen, dasz es z.b. in der türkei keine „schwulen“ „männer“* gibt. oder keine Schwarzen deutschen…
    .am ende gibt es dann die auflösung, dasz gar nix von dem dargestellten falsch ist, sondern dasz alles genau so in den jeweiligen ländern zu finden ist.

    .die grundlage für diesen comic war der gedanke, dasz viele menschen sich und ihr herkunftsland als der_die_das „beste“, „fortschritlichste“ oder „modernste“ ansehen, was ich für völligen humbug halte.

    .grenzen werden künstlich geschaffen und sind nicht als trennlinie zwischen den unterschiedlichen lebensweisen von unterschiedlichen menschen mit unterschiedlichen geschichten haltbar. deswegen sind die daraus abgeleiteten hierachieen hirngespinnste, die aber leider oft tatsächliche privilegien zur folge haben…
    .das ist zumindest meine meinung dazu.

    .des weiteren wollte ich keins von den „bösen“ vorurteilen abbilden und damit indirekt reproduzieren.

    .yip.
    .war das verständlich?
    .fragt das
    :t:

    *hier verwende ich anführungszeichen um mein nicht-einverständnisz mit der geschlechtlichen binarität zu verdeutlichen. für mich sind sowohl die kategorie „mann“ als auch die kategorie „schwul“ konstrukte, die meiner meinung nach nicht haltbar sind.

  5. 5 just 27. Februar 2008 um 11:38 Uhr

    juhuu, dann scheine ich total Vorurteilsfrei zu sein :-)
    (hatte es auch nicht richtig geschnallt) voll der test ey….

  6. 6 :t: 27. Februar 2008 um 14:32 Uhr

    .ich glaube ich habe total viele vorurteile…
    :-(

  7. 7 .anthropophobix 27. Februar 2008 um 16:45 Uhr

    Die haben alle… Auch wenn es falsch ist ; )

  8. 8 :t: 28. Februar 2008 um 12:31 Uhr

    .ja, das stimmt.
    .aber das machts auch nicht besser…
    .hmpf.

    .lieben grusz!
    ;o)

  9. 9 straw 01. März 2008 um 12:47 Uhr

    schick, schick…
    ich find den comic eigentlich sehr verständlich – hatte mich auch zuerst gewundert, aber dann wurde es natürlich schnell klar, hallo vorurteile.
    und kurz zu antropophobix: „farbig“ finde ich als wort blöd, weil es „nicht-weiß“ bedeutet und damit nicht hautfarbe beschreibt, sondern norm definiert. aber das nur am rande.

  10. 10 :t: 03. März 2008 um 13:16 Uhr

    .hey straw! ♥
    .vielen dank für die blumen!
    .und ganz besonders für den hinweis zu dem „f“-wort.
    .stimme dir da voll und ganz zu.

  11. 11 .anthropophobix 04. März 2008 um 2:19 Uhr

    Huch!? „Farbig“ ist ein blödes f-Wort, aber :t: darf ungebeutelt von „schwarzen Deutschen“ sprechen? @_@
    Einigen wir uns auf dunkelhäutig oder ’schraffiert ;D‘?
    Farbig sind letztendlich alle Menschen : )

  12. 12 :t: 04. März 2008 um 2:42 Uhr

    .hey anthrophobix!
    .ich meine mit „f“-wort das wort, das du benutzt hast. da ich es als rassistisch einstufe, möchte ich es nicht wiederholen und kürze es mit „f“ ab.
    .und ich habe von „Schwarzen deutschen“ geschrieben und nicht von „schwarzen deutschen“. das groszgeschriebene „s“ symbolisiert die konstruktion dieser kategorie. im unterschied zum kleingeschriebenen „s“, welches sich auf eine bestimmte hautpigmentierung bezieht.
    .das problem mit dem von dir benutzten wort ist, dasz „farbig“ im allgemeinen als kontrast zu „nicht-farbig“ benutzt wird. in diesem zusammenhang wird das in dem moment wertend und damit diskriminierend weil es den standard des „weisz-seins“ setzt (ohne ihn zu benennen) und das „nicht-weisz-sein“ als „anders“ beziehungsweise „abweichend“ (von „weisz“) konstruiert.
    .der maszstab sind also „die Weiszen“ und alles andere wird daran gemessen, bzw. untergeordnet/abgewertet. das zeigt sich u.a. dann darin, dasz meistens die hautfarbe von menschen nur erwähnt wird wenn es „nicht-Weisze“ sind. Weisze werden nicht so benannt weil sie als norm gesetzt werden.
    .wenn dich da noch mehr zu interessiert oder ich nicht wirklich verständlich geschrieben habe oder auch beides, kann ich dir www.derbraunemob.de empfehlen, da dort Schwarze deutsche meiner meinung nach ziemlich gut erklären worum es ihnen geht. ich als „Weisze“ kann da nur eine selbst-ermächtigte „fürsprecher_innen“-rolle übernehmen und das ist ja gar nicht notwendig.
    .lieben grusz.
    :t:

  13. 13 .anthropophobix 04. März 2008 um 17:51 Uhr

    Danke für den Link!
    Warum ‚farbig‘ abzulehnen ist, verstehe ich nun, danke. Im Gegensatz zu ’schwarz‘ kennzeichnet es sämtliche nicht-weisze, unabhängig von deren.
    Nur ist die Kategorisierung Schwarz-Weisz nicht viel gefährlicher? Beispielsweise Menschen mittelasiatischer Herkunft (beispielsweise aus dem indischen Raum) lassen sich nicht in dieses Raster einordnen. Wo wird denn die Grenze gezogen zwischen Schwarz und Weisz? Oder wie würdest du alles dazwischen bezeichnen? Klar sind solche Bezeichnungen überflüssig, aber wenn es nun einmal darum geht, die Hautfarbe zu benennen, dann greift man irgendwohin zwischen Schwarz und Weisz, wo es aber korrekterweise kein mittel- oder hellschwarz geben soll. Was nun?

  14. 14 mondkind 11. März 2008 um 20:33 Uhr
  15. 15 :t: 11. März 2008 um 22:08 Uhr

    .ja bitte?
    .ist das eine inhaltliche frage?
    .oder möchtest du diesen platz (wie auch schon an anderer stelle gesehen) (nur) nutzen, um werbung für deinen blog zu machen?
    .oder wie habe ich die doppel-verlinkung zu verstehen?

    @anthropophobix:
    .hab dich nicht vergessen. antwort kommt noch.
    .lieben grusz.
    :t:

  16. 16 :t: 22. März 2008 um 3:24 Uhr

    .soooooo…

    .die kategorien Schwarz/Weisz sind politische „unterscheidungskriterien“, die sich nicht auf die jeweilige hautfarbe beziehen sondern eine priviligierte/benachteiligte stellung innerhalb einer gesellschaft bezeichnen wollen.
    .d.h. dasz es da auch keine abstufungen „zwischen“ den einteilungen gibt, denn entweder menschen werden (aufgrund einer bestimmten hautfarbe) diskriminiert/benachteiligt oder eben nicht.

    .des weiteren stellt sich mir die frage, warum überhaupt (meist eine bestimmte) hautfarbe/pigmentierung erwähnt werden musz? was soll denn (wirklich) damit gesagt werden? wenn ich bezug auf die (vermeintliche) herkunft nehmen möchte, dann kann ich diese doch auch genauso benennen. eine bestimmte hautfarbe sagt da gar nichts drüber aus.
    .also bei einem „menschen aus (dem vermuteten) mittelasiatischen raum“ könnte ich z.b. das entsprechende land erwähnen.

    .allerdings ist auch teil der problematik, dasz viele menschen meinen, sie könnten z.b. von der hautfarbe/pigmentierung auf die herkunft eines menschen schlieszen. dabei bedingt das eine das andere nicht, bzw. nur bedingt. so werden Schwarze deutsche meist gar nicht als deutsche wahrgenommen, sondern, wenn überhaupt als deutsche, als deutsche mit sogenanntem „migrationshintergrund“.

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