.denken hilft – manchmal.



6 Antworten auf „.denken hilft – manchmal.“


  1. 1 just 07. Februar 2008 um 9:52 Uhr

    TOLL! …das erste in 2008 :-)

  2. 2 y. 07. Februar 2008 um 14:34 Uhr

    :*!

  3. 3 :t: 07. Februar 2008 um 14:59 Uhr

    .danke euch zwei!
    *freu*

  4. 4 durchzug 13. Februar 2008 um 1:46 Uhr

    hab mich auch über das neue comic gefreut. aber ich verspüre das bedürfnis, inhaltliche kritik anzubringen:

    ich sehe nicht, wo die MIA-person beleidigend ist. sprachliche verletzungen sind ja persönliche empfindung, aber die worte, die da kommen, sind schwierig als beleidigung zu verstehen. ich finde den verweis auf sprachliche gewohnheiten und deren verletzungspotential zwar gut, aber hier irgendwie an der falschen stelle, als wenn es keine anderen argumente gegen deutschland-am-tollsten-finden gäbe.
    ich sehe in dem gelaber von MIA-fan zum beispiel gefahr, dass „ausländer_innen“ (oder menschen, die für nicht-deusch gehalten werden) nicht nur sprachlich, sondern tatsächlich ausgegrenzt/gemobbt/körperlich attackiert werden. das „ich kann stolz auf deutschland sein“ ist jedenfalls mehr als eine sprachliche gewohnheit und nicht nur eine frage der sprache.

  5. 5 :t: 15. Februar 2008 um 16:29 Uhr

    .hey durchzug, vielen dank für deine kritik!

    .ich stimme dir total zu, dasz es ganz viele argumente gegen den „deutschland-ist-am-tollsten“-wahn gibt, die ich in dem comic nicht erwähne.
    .und auf jeden fall ist der ausspruch „stolz auf deutschland zu sein“ mehr als nur eine sprachliche gewohnheit…

    .und was ich auf keine fall möchte, ist die tatsächliche*/körperliche diskriminierung ausgrenzung/gewalt gegen (vermeintliche) nicht-deutsche bzw. Schwarze zu verharmlosen/runterzuspielen/usw…

    .mir geht es in diesem comic primär um die reproduktion von alltäglichen diskriminierungs-erfahrungen durch sprache (wobei ich keinerlei diskriminierungs-erfahrung als mehr oder weniger wichtig werten möchte).

    .was ich versucht habe darzustellen, ist, dasz ich eine art von „typischem“ gesprächsverlauf beobachtet habe, der wie oben dargestellt abläuft:
    .eine person bezieht sich positiv auf deutschland, bekommt inhaltliche kritik und reagiert darauf nicht inhaltlich sondern wehrt eine inhaltliche aueinanderstzung durch beleidigung/abwertung/nicht-anerkennung-von-argumenten/abweisung-statt-auseinandersetzung-mit-diskriminierungs,
    -rassismus-und-faschismus-vorwürfen/usw. ab.
    .dazu kommt erst gar nicht erst zu einer dikussion, in der dann die von dir angesprochenen argumente fallen würden, sondern genau diese wird dadurch erst verhindert.

    .das beleidigende in den antworten des MIA-fans ist die benutzung der worte „übertrieben/haarspolterich/empfindlich“. damit verweigert sich die person nicht nur der kritik sondern stellt, die andere person (hier :t:) als „nicht-ernst-zunehmend dar“. also musz sie nicht über eventuell folgende argumente nachdenken, sie werden einfach nicht ernst genommen bzw. als das-alleinige-“problem“-der-sie-äuszernden-person-angesehen…
    .damit wertet sie ihr gegenüber ab und das finde ich beleidigend.

    .und einfach zu behaupten, dasz sprache nicht wichtig sei, empfinde ich als ausnutzen des Weiszen Privilegs, entscheiden zu können, ob ich über kritik nachdenken möchte oder nicht. meines empfindens nach werden macht und unterdrückung ganz viel durch sprache produziert, reproduiert und somit aufrecht erhalten.
    .die verantwortung für mein handeln liegt bei mir und nicht irgendwo auszerhalb oder so.
    .(wenn mich jemand die ganze zeit anrempelt und mich das stört, kann ich sagen, dass es mich stört. wenn die andere person daraufhin sagt, das stört doch nicht, mag sie zwar nicht für mein empfinden, dasz es mich überhaupt stört verantwortlich sein, aber das ändert nichts. sie könnte auch einfach aufhören zu rempeln.)

    .lediglich von sich zu behaupten, z.b. nicht rassistisch zu sein reicht meiner meinung nach nicht. für mich funktioniert das nicht, diskriminierungs-“empfinden“ bei der „betroffenen“ person zu lassen und nicht das eigene (nicht nur sprachliche) handeln und denken zu hinterfragen/reflektieren…

    .mir geht es in diesem comic um das darstellen von abwehrmechanismen gegen kritik und forderungen von verhaltens-änderungen.
    .am ende versuche ich deswegen auch ein paar vorschläge zu machen, wie es anders als abgebildet gehen könnte…

    .äh, vielleicht alles ein biszchen viel und durcheinander und nur angerissen, aber vielleicht auch nur ein anfang…

    :t:

    *ich betrachte verbale gewalt allerdings auch als „tatsächliche“ gewalt und nicht weniger „real“ als körperliche.

  6. 6 d-zug 17. Mai 2008 um 23:25 Uhr

    ah ja, unter dem aspekt von „nicht verstanden werden“ und „mit der kritik nicht ankommen“ ist es mir jetzt klarer. wahrscheinlich hat mich das auch an dem comic gestört, weil es mich an eigene diskussionserlebnisse erinnert hat.

    zum thema sprache und verletzend sein: verhindern deine tipps am ende aussagen wie am anfang von mia-fan? möglicherweise: wenn mensch sich nicht als maß der dinge setzt, fängt mensch auch nicht an zu meinen, dass „stolz unserem land mal ganz gut tut“, aber ein bisschen um die ecke ist das schon. trotzdem wichtige hinweise.

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